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Google hustet? Aber der Zug rollt weiter PDF Drucken
Geschrieben von: Damian Nocon   
Freitag, den 09. Oktober 2009 um 09:36 Uhr

cgn,ktw/09.10.2009/09:15ggle0910

Seit einigen Tagen fällt es auf, dass bei Google jemand die Turbo-Variante ausgeschaltet hat. Die Suchmaschine hetzt sich, aber…. das Ergebnis ist stellenweise doch – für die verwöhnten Benutzer – miserabel. Interessante Änderungen kommen dabei zum Vorschein. Ein paar Beobachtungen:
Google selbst behauptet, dass z.B.:  die Schreibweise der deutschen Wörter (mit Umlauten oder ausgeschrieben) egal ist, die Suchergebnisse seien identisch. Es stimmte (aber nur annaehrend) bis vor kurzem. Neuerdings hat man jedoch das Gefühl, dass die Daten für die Suchbegriffe mit Umlauten, aus einer anderen Quelle aufbereitet werden, als die, der ausgeschriebenen Suchbegriffe. Vor einiger Zeit gab es – am Rande der Diskussion über unzulässige, sittenwidrige Werbung bei “G” – eine Diskussion über Zensur bei dem Datenkraken. Ich erlaube mir hier keine ungeprüften Aussagen zu treffen, aber die Unterschiede  der Ergebnisse stimmen doch nachdenklich ein. Wir haben es überprüft an dem Beispiel aus der deutschen Geschichte. Die selben Suchbegriffe wurden eingegeben: in Deutschland, Ungarn und den USA. Verblüffend, was den deutschen IP-Internetsurfern manchmal vorenthalten wird.

Es wird heftig auch im Webadministratoren - Bereich gearbeitet. Es ist inzwischen keine Seltenheit, dass nachdem Login im Webmaster-Tools – Bereich, die Meldung erscheint, dass die Seiten – obwohl längst bestätigt - nicht bestätigt worden seien, bitte bestätigen. Wird dieser Hinweis ignoriert und eine Domain ausgewählt, verhält sich der Datensammler so, als sei wieder alles in Ordnung. Kehrt man zurück zu der Übersicht der Domains, wird wieder alles als absolut normal (bestätigt) angezeigt. Der Aufbau der Anzeige dauert außerordentlich (und ungewöhnlich) lange. Beim Crawlen der angemeldeten Sitemaps und Feeds kommt es sehr oft vor, dass den Bots beim Auslesen der Inhalte, Fehler unterlaufen, die als “fehlerhaften Aufbau der Sitemaps” gemeldet werden. Bei einigen befreundeten Webmastern erscheint auch die Meldung, dass die Seiten nicht erreichbar seien. Dies könnte jedoch auf Sharehosting zurückzuführen sein. Eventuelle “Auslastungspics” könnten der Grund dafür sein. Die Bots sind jedoch ungeduldig geworden. Man könnte fast meinen: nervös (natürlich als Spass gemeint).
Die Datenübergabe an externe Schnittstellen funktioniert ebenfalls nicht immer richtig. Das beste Beispiel: unsere Homepage. Laut Google wurden derzeit mehr als 5200 Seiten, indiziert. An die externen Schnittstellen wird jedoch der Wert: 0 ausgegeben. Die Anzahl der externen Backlinks laut Google: 1245. An die externen Schnittstellen wird der Wert: 0 ggf. 5 ausgegeben. Absolut willkürlich.

Die noch führende Suchmaschine der Welt bietet viele kostenlose Online-Tools an. Unter anderem ist es möglich nicht nur Ihren eMail-Verkehr über Google abzuwickeln, aber auch Ihre privaten Dokumente online zu bearbeiten und zu speichern. Vor kurzem erschien in der Presse eine Kurzmeldung, dass auch diese (Ihre Privatdaten) indiziert werden. Man Sohn haette gefragt: “hallo ???” Private Dokumente indizieren?
Jeder Internetbenutzer wird immer gläsendernder. Es existieren Milliarden von Profilen, die automatisch im Hintergrund erstellt werden. Wollen wir das aber? Meine Antwort lautet: nein. Daher rate ich allen unseren Kunden und Bekannten davon ab, diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Es gibt bereits jetzt genügend Möglichkeiten, Ihre Privatsphäre zu schützen. Manche davon, verstoßen gegen die Nutzungsbedienungen von Google. Die Entscheidung überlassen wir Ihnen selbst, ob Sie diese benutzen oder nicht.

“Konkurrenz belebt  das Geschäft”. Die Zusammenarbeit von Yahoo und MSN (Bing) soll ein Gegenpol für den Suchgiganten aufbauen. Derzeit ist noch keine Verlagerung der Dominanz zugunsten von Bing/Yahoo spürbar, aber diese Prozesse brauchen Zeit. Also: “Ruhe bewahren und Tee trinken”. Als Alternative haben wir Ihnen mehrmals andere Suchmaschinen vorgestellt. Dabei finden Sie sogar solche, die Ihre Privatsphäre schützen (z.B.: ixquick.com). Auf unserem Portal finden im Tools-Bereich einen Menüpunkt, der Sie zu den unabhängigen Suchmaschinen, führt.

Auf allen unseren Portalen (sowie den meisten Portalen unserer Kunden) haben wir auf die Benutzung von google.analytics, bewusst verzichtet. In Rahmen der “Fair-Surfen” – Initiative konnten wir mehrere Homepagebetreiber davon überzeugen, auf die Übermittlung der Daten an Google zu verzichten. Es ist – nach meiner Ansicht – alles andere als fair, dass irgendwas an Daten ohne die Zustimmung der Besucher der Homepage, weitergeleitet wird. Schätzungsweise 97% der Internetbenutzer ist sich nicht mal darüber im Klaren, dass Ihre Profile ständig aktualisiert werden.

Vollständigkeitshalber muss man hier natürlich erwähnen, dass selbstverständlich abertausende andere Betreiber Ihre Daten sammeln und verarbeiten und verkaufen. Ich spreche hier nicht nur Suchmaschinen oder anderen Internetdiensten. Sie zahlen mit Ihrer Kreditkarte, Telefonieren mit Ihrem Handy, sammeln tüchtig Ihre Bonuspunkte auf den Supermarkt-Treukarten. Warum bekommen Sie diese “Extras”?

Der Mensch während seiner Entwicklungsgeschichte hat sich daran gewöhnt, bestimmte “Sachen” als wertvoll anzusehen. Dazu gehört Gold, Schmucksteine, Geld, Gemälde, Kunstgegenstände, etc. Diese sind nicht nur als Handelsobjekte, aber auch das Ziel der Begierde der Diebe. Unsere neuartige Welt stellt noch einen Wert hinzu: Daten. Komplette Datensätze der Unternehmen erreichen inzwischen einen höheren Wert, als man es glaubt. Ihre persönlichen Daten, Gewohnheiten natürlich auch. Denn, wenn man es weiß, wie sich ein Teil der Bevölkerung in bestimmten Situationen verhält, kann man den Versuch starten, diese Zielgruppe durch gezielte Maßnahmen zu beeinflussen, gar zu steuern. Grenzübergreifend, ohne Einsatz von brutalen Mitteln. Dafür aber sanft und erfolgreich; ohne Gegenwehr. Dramatische Entwicklung. Und der Zug rollt. Wollen Sie wirklich an der Reise teilnehmen?

In diesem Beitrag habe ich bestimmte Tatsachen bewusst nicht beim Namen genannt. Es bedarf auch keinerlei Erklärung, warum.


“Wo kommen wir her, wo gehen wir hin?”


D.Nocon / CEO NES EC s.l.

Aussender: NES European Consulting s.l.
Verantwortlicher Ansprechspartner: Dipl. Inf. Damian Nocon
Pingsheimerstr. 18, 50374 Erftstadt (Deutschland)
Tel: 0049 2235 7104871, Fax: 0049 2235 7104872 mobile: 0044 7624 193667
eMail: dnocon (at) nes-europe.com, Website: www.nes-europe.com Twitter: twitter.com/nesnocon

Zähler am 15.04.2010 um 10:24 zurückgesetzt (www.nes-support.eu)
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. April 2010 um 09:33 Uhr
 

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